Theater, Comedy, Show Theater und Show
Getanzter Vampirismus
Seit Bram Stokers Schauerroman von 1897 hat sich das Bild des Vampirs immer wieder verändert, wobei der gruseleinflösende Graf schon stets eine elegante Note an sich hatte, die etwa im Murnauschen Nosferatu-Wesen zwischen Anziehung und Abstoßung changierte. Längst werden Vampire als romantische Wesen gezeigt, die an ihrer Existenz ebenso leiden wie ihre Opfer. Der britische Starchoreograph Kenneth Tindall zeigt in Karlsruhe nun ein abendfüllendes Handlungsballett mit einer Originalkomposition von Alexandra Harwood mit einer Lesart, die den Vampir als einen tragischen Verführer erzählt, der trotz des Pakts mit dem Teufel noch immer von ewiger Liebe träumt. Parallel wird Dracula zum Modedesign-Gott des 21. Jahrhunderts hochstilisiert, der vom Talent junger Menschen und der Schönheit anderer lebt, um seinen Hunger nach Unsterblichkeit zu stillen, und Vampirismus zur Metapher für Macht, Verführung, Konsum und Eitelkeit.
Sa 18. April 2026, 19 Uhr
Großes Haus, Badisches Staatstheater, Hermann-Levi-Platz 1, Karlsruhe
Auch am 23. und 24.4.
–
Bild: ©Marta Andreitsiv
Sa 18. April 2026, 19 Uhr
Großes Haus, Badisches Staatstheater, Hermann-Levi-Platz 1, Karlsruhe
Auch am 23. und 24.4.
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Bild: ©Marta Andreitsiv



