Musik Querbeet
"All In“
Deutschrocklegende Kraan
Mit der Deutschrocklegende Kraan hat der Badische Kulturverein seinen bislang größten Coup gelandet. Die Band um den Bassisten Hellmut Hattler und die Brüder Peter Wolbrandt und Jan Fride an Gitarre und Schlagzeug spielen seit sage und schreibe 1971 zusammen und haben einen ausgesprochen markanten Bandsound, der von Peters Gitarrenspiel und Hattlers ungewöhnlich melodiösem Ritt auf dem E-Bass seinen Charakter erhält. In Karlsruhe feiern sie das Erscheinen des neuen Albums "All In". Klappe Auf unterhielt sich mit dem in Ulm lebenden Hellmut Hattler.
Was ist das, das Euch über die Jahre immer wieder zum Zusammenspielen motivierte? Ist es das ausgeprägte Familienfeeling oder wie konntet Ihr Euch auch musikalisch bei der Stange halten?
Hellmut Hattler: Das kann ich schlecht auseinanderhalten. Wenn ich mit Musikern zusammenspiele, die auf eine sehr persönliche Art mit mir ganz natürlich etwas entwickeln, ist das ja auch eine sehr familiäre Art. Aufgefallen ist mir das, wenn es diese Vertrautheit so nicht gab. Wenn ich mit Musikern zusammengespielt habe, die dann gefragt haben, was sie spielen sollten. Ich habe dann gesagt, spiele doch, was Du magst, die Antwort war, ja ich kann alles spielen. Aber das ist eben eine technische Herangehensweise, im Unterschied zur Seelenverwandschaft, die einem nach einer gewissen Zeit immer wieder fehlt. Wir kennen uns ja schon aus Schultagen und sind vermutlich die einzige Band, die in ihrem Kerntrio seit 55 Jahren immer noch zusammenspielt.
Ihr habt Euch nicht auf den alten Hits ausgeruht, sondern immer wieder auch neue CDs veröffentlicht. Inwieweit kann man Eurem Bandsound nach so vielen Jahren noch neue Aspekte abgewinnen?
Hattler : Der Klang ist das Formale, die DNA der Band, aber die Kompositionen sind der Inhalt. Dazu braucht es neue Erkenntnisse, neue Einflüsse und Inspirationen. Im Fall von "All In" hatte ich mit Peter an meinen Kompositionen gearbeitet, und als alles schier fertig war, meinte Peter, er habe eigentlich auch noch ein paar Stücke. Und die waren genau das, die auch noch gefehlt hat, um es zum kompletten Kraan-Album werden zu lassen, mit allem, was die Band ausmacht.
Was ist für Dich vor allem anders, wenn Du mit Kraan auf die Bühne gehst, als wenn Du mit Deinem Soloprojekt Hattler spielst?
Hattler: Bei Kraan ist alles auf Augenhöhe, wir spielen Titel, die uns allen viel Freiraum lassen. Bei Hattler bin ich der Bandleader einer Gruppe von Musikerinnen und Musikern, mit denen ich gut klar komme, und die ohne Murren die Stücke spiele, die ich schreibe. Sie kommen zusammen, spielen toll und das ist perfekt, aber ein komplett anderes Konzept als bei Kraan.
Kraan, special Guest: Trigon
Sa 18. April 2026, 19.30 Uhr
NCO-Club
Delawarestr. 21
Karlsruhe
–
Bild: ©Hellmut Hattler
Was ist das, das Euch über die Jahre immer wieder zum Zusammenspielen motivierte? Ist es das ausgeprägte Familienfeeling oder wie konntet Ihr Euch auch musikalisch bei der Stange halten?
Hellmut Hattler: Das kann ich schlecht auseinanderhalten. Wenn ich mit Musikern zusammenspiele, die auf eine sehr persönliche Art mit mir ganz natürlich etwas entwickeln, ist das ja auch eine sehr familiäre Art. Aufgefallen ist mir das, wenn es diese Vertrautheit so nicht gab. Wenn ich mit Musikern zusammengespielt habe, die dann gefragt haben, was sie spielen sollten. Ich habe dann gesagt, spiele doch, was Du magst, die Antwort war, ja ich kann alles spielen. Aber das ist eben eine technische Herangehensweise, im Unterschied zur Seelenverwandschaft, die einem nach einer gewissen Zeit immer wieder fehlt. Wir kennen uns ja schon aus Schultagen und sind vermutlich die einzige Band, die in ihrem Kerntrio seit 55 Jahren immer noch zusammenspielt.
Ihr habt Euch nicht auf den alten Hits ausgeruht, sondern immer wieder auch neue CDs veröffentlicht. Inwieweit kann man Eurem Bandsound nach so vielen Jahren noch neue Aspekte abgewinnen?
Hattler : Der Klang ist das Formale, die DNA der Band, aber die Kompositionen sind der Inhalt. Dazu braucht es neue Erkenntnisse, neue Einflüsse und Inspirationen. Im Fall von "All In" hatte ich mit Peter an meinen Kompositionen gearbeitet, und als alles schier fertig war, meinte Peter, er habe eigentlich auch noch ein paar Stücke. Und die waren genau das, die auch noch gefehlt hat, um es zum kompletten Kraan-Album werden zu lassen, mit allem, was die Band ausmacht.
Was ist für Dich vor allem anders, wenn Du mit Kraan auf die Bühne gehst, als wenn Du mit Deinem Soloprojekt Hattler spielst?
Hattler: Bei Kraan ist alles auf Augenhöhe, wir spielen Titel, die uns allen viel Freiraum lassen. Bei Hattler bin ich der Bandleader einer Gruppe von Musikerinnen und Musikern, mit denen ich gut klar komme, und die ohne Murren die Stücke spiele, die ich schreibe. Sie kommen zusammen, spielen toll und das ist perfekt, aber ein komplett anderes Konzept als bei Kraan.
Kraan, special Guest: Trigon
Sa 18. April 2026, 19.30 Uhr
NCO-Club
Delawarestr. 21
Karlsruhe
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Bild: ©Hellmut Hattler
Termin
18.04.2026 19:30



