Musik Querbeet
„Mit schwarzen Segeln segelt mein Schiff
Die Lieder von drei verfolgten Komponistinnen und Komponisten dem Vergessen zu entreißen und wieder zugänglich zu machen, haben sich Bariton Claus Temps und die Pianistin Heike Bleckmann vorgenommen. Ihr Programm nimmt drei Musikerpersönlichkeiten in den Blick, die bis 1933 hohes künstlerisches Ansehen genossen, durch die nationalsozialistischen Maßnahmen gegen Juden jedoch völlig in Vergessenheit gerieten. Erst kürzlich konnte man die Biographie von Ruth Poritzky in einer kleinen Sonderschau im Rahmen der Wanderausstellung zu den Deportationen der badischen Jüdinnen und Juden ins südfranzösische Lager von Gurs etwas näher kennen lernen.
Die Komponistin, Sängerin und Musikerin, geboren 1902, lebte seit 1915 in Karlsruhe. Ihr Vater, der Schriftsteller Jakob Elias Poritzky, hatte damals ein Engagement als Dramaturg und Regisseur am Badischen Landestheater erhalten und Ruth besuchte die „Höhere Mädchenschule“ am Lessing-Gymnasium. Sie absolvierte eine Gesangsausbildung im Sopran lernte Klavier, Orgel, Gitarre, Laute und Harfe und trat bereits als 19-jährige am Landestheater Karlsruhe auf. 1933 wurde sie wie alle anderen jüdischen Künstlerinnen und Künstler vom öffentlichen Kulturbetrieb ausgeschlossen und verlor auch ihre Anstellung. Am 22. Oktober 1940 wurde sie nach Gurs deportiert und 1942 in Auschwitz ermordet. Die anderen beiden Musiker, der Karlsruher Richard Fuchs und der Frankfurter Max Kowalski hingegen hatten sich 1939 durch Flucht nach Neuseeland bzw. England retten können.
> Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek, Erbprinzenstraße 15, 19 Uhr
Die Komponistin, Sängerin und Musikerin, geboren 1902, lebte seit 1915 in Karlsruhe. Ihr Vater, der Schriftsteller Jakob Elias Poritzky, hatte damals ein Engagement als Dramaturg und Regisseur am Badischen Landestheater erhalten und Ruth besuchte die „Höhere Mädchenschule“ am Lessing-Gymnasium. Sie absolvierte eine Gesangsausbildung im Sopran lernte Klavier, Orgel, Gitarre, Laute und Harfe und trat bereits als 19-jährige am Landestheater Karlsruhe auf. 1933 wurde sie wie alle anderen jüdischen Künstlerinnen und Künstler vom öffentlichen Kulturbetrieb ausgeschlossen und verlor auch ihre Anstellung. Am 22. Oktober 1940 wurde sie nach Gurs deportiert und 1942 in Auschwitz ermordet. Die anderen beiden Musiker, der Karlsruher Richard Fuchs und der Frankfurter Max Kowalski hingegen hatten sich 1939 durch Flucht nach Neuseeland bzw. England retten können.
> Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek, Erbprinzenstraße 15, 19 Uhr
Termin
28.04.2026 19:00
Tagestipp • Claus Temps/ Heike Bleckmann • (Gesang/ Klavier) - "Mit schwarzen Segeln segelt mein Schiff..." - Verfolgt & vergessen: Lieder von Ruth Poritzky, Richard Fuchs & Max Kowalski



