Meldung
Von wegen Brandmauer
Vor gut einem Jahr schrieen sich Rote und Grüne - medial begeistert begleitet - die Lunge aus dem Hals, als Kanzler Merz nur mit Hilfe der AfD einen fünf-Punkte-Plan zur Migrationspolitik einbringen konnte. Ojeh, die Brandmauer würde abgerissen. Tja, die Zeiten und Einstellungen ändern sich jedoch sehr schnell.
Bei der Ablehnung des Mercosur-Handelsabkommens im EU-Parlament waren die Stimmen der Rechtspopulisten den Grünen und Roten gerade recht. Von den professionellen, hysterischen Empörern von wegen Brandmauer war nichts zu hören. Der Einwand von Einigen, das könne man nicht vergleichen, ist allerdings eine Frechheit.
Anderseits ist das auch verständlich, denn wenn man Gesetze oder Anträge erfolgreich verhindern möchte, bräuchte man nur dafür zu sorgen, dass die AfD dafür ist - und die Angelegenheit wäre erledigt - egal wie sinnvoll sie gewesen wären. Statt die Probleme zu ignorieren oder zu verharmlosen, sollten die demokratischen Parteien sich ihrer annehmen und nicht jede Kritik, wie z.B. an der Sozial-, Wirtschafts- oder Asylpolitik, als rechte Gesinnung brandmarken. Die AfD ist nicht die Ursache, sondern das Symptom der gesellschaftlichen Entwicklung.
Und die ist erschreckend: Veranstaltungen wie jetzt im März in der Woche der Brüderlichkeit zur christlich-jüdischen Zusammenarbeit wirken leider rührend hilflos, wenn man sich die Realität anschaut. Vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass jüdische Studierende an Unis drangsaliert und am Studieren gehindert werden, dass Juden auf offener Straße angegriffen und geschlagen werden. In der immer um Haltung - was immer damit gemeint ist - bemühten Kulturszene werden Juden diffamiert oder gleich ganz von Veranstaltungen ausgeschlossen. Eine verzerrte Einstellung zum Krieg in Gaza wird dabei als willkommenes Feigenblatt benutzt. Mit ihrem Antisemitismus haben extrem Linke und extrem Rechte somit eine gemeinsame Schnittmenge gefunden.
So, genug kritisiert Jetzt geht es ab in die Kneipe, um aktiv bei einem frisch gezapften Bier die Demokratie am Tresen zu verteidigen. Gibt es eigentlich Fördermittel in für Freibier für ein solch bewundernswertes Engagement eines selbstlosen Aktivisten, so wie es auch welche für die Omas gegen rechts gibt? Wenn nicht, wäre das sicherlich ein vielversprechendes Wahlkampfthema für die Landtagswahl am 8. März. Zum Wohl!
(Anmerkung der Redaktion: Einige Ortsgruppen der OgR haben für bestimmte Projekte vereinzelt Zuschüsse erhalten. Tipp für den Autor: Projektantrag bei der Wirtschaftsförderung stellen, schließlich geht es dem Brauergewerbe ja gar nicht gut.)
Bei der Ablehnung des Mercosur-Handelsabkommens im EU-Parlament waren die Stimmen der Rechtspopulisten den Grünen und Roten gerade recht. Von den professionellen, hysterischen Empörern von wegen Brandmauer war nichts zu hören. Der Einwand von Einigen, das könne man nicht vergleichen, ist allerdings eine Frechheit.
Anderseits ist das auch verständlich, denn wenn man Gesetze oder Anträge erfolgreich verhindern möchte, bräuchte man nur dafür zu sorgen, dass die AfD dafür ist - und die Angelegenheit wäre erledigt - egal wie sinnvoll sie gewesen wären. Statt die Probleme zu ignorieren oder zu verharmlosen, sollten die demokratischen Parteien sich ihrer annehmen und nicht jede Kritik, wie z.B. an der Sozial-, Wirtschafts- oder Asylpolitik, als rechte Gesinnung brandmarken. Die AfD ist nicht die Ursache, sondern das Symptom der gesellschaftlichen Entwicklung.
Und die ist erschreckend: Veranstaltungen wie jetzt im März in der Woche der Brüderlichkeit zur christlich-jüdischen Zusammenarbeit wirken leider rührend hilflos, wenn man sich die Realität anschaut. Vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass jüdische Studierende an Unis drangsaliert und am Studieren gehindert werden, dass Juden auf offener Straße angegriffen und geschlagen werden. In der immer um Haltung - was immer damit gemeint ist - bemühten Kulturszene werden Juden diffamiert oder gleich ganz von Veranstaltungen ausgeschlossen. Eine verzerrte Einstellung zum Krieg in Gaza wird dabei als willkommenes Feigenblatt benutzt. Mit ihrem Antisemitismus haben extrem Linke und extrem Rechte somit eine gemeinsame Schnittmenge gefunden.
So, genug kritisiert Jetzt geht es ab in die Kneipe, um aktiv bei einem frisch gezapften Bier die Demokratie am Tresen zu verteidigen. Gibt es eigentlich Fördermittel in für Freibier für ein solch bewundernswertes Engagement eines selbstlosen Aktivisten, so wie es auch welche für die Omas gegen rechts gibt? Wenn nicht, wäre das sicherlich ein vielversprechendes Wahlkampfthema für die Landtagswahl am 8. März. Zum Wohl!
(Anmerkung der Redaktion: Einige Ortsgruppen der OgR haben für bestimmte Projekte vereinzelt Zuschüsse erhalten. Tipp für den Autor: Projektantrag bei der Wirtschaftsförderung stellen, schließlich geht es dem Brauergewerbe ja gar nicht gut.)

