Musik Querbeet
Volker Schäfer & Rainer Haug
Der Ettlinger Gitarrist Volker Schäfer (Foto) hat einen großen Sinn für Aufnahmeorte. Spielte der bekennende Paul-McCartney-Fan sein Album mit den eigenwilligen Beatles-Interpretationen nirgends anders als in den Londoner Abbey-Road-Studios ein, so fuhr er nun für sein aktuelles Album in den Schwarzwald, um in den kaum weniger legendären MPS Studios aufzunehmen, wo seit den späten 1960er Jahren zahlreiche wichtige Kapitel der Jazzgeschichte eingespielt worden waren. Unter vielen anderen war hier auch im Dezember 1970 ein gewisser Brasilianer namens Baden Powell zum wiederholten Male angereist, um sein Jazzalbum Canto on Guitar einzuspielen. 44 Jahre später kam Volker Schäfer nach Villingen, im Gepäck eine wunderbare Gitarre aus der Werkstatt Dieter Hopf, die der legendäre Bossa-Nova-Pionier Powell einst lange gespielt hatte.
Mit vier Stücken auf diesem Instrument, darunter drei Powell-Kompositionen, eröffnet Volker Schäfer nun sein nach dem Powell-Stück "Tema Triste" betiteltes Album. Und dieses Statement könnte kaum wunderbarer sein, denn die Gitarre klingt hier so erdenwarm, tiefgründig und durch Schäfers Fingerkunst beseelt, dass man am liebsten das ganze Album in dieser Manier weiterhören möchte, ganz gleich, ob der Interpret gerade eine legendäre Vorlage oder eine eigene Komposition anstimmt. Schäfer ist ein virtuoser Gitarrist, das zeigt sich durchaus darin, welche Fülle und welchen Klangkosmos er aus den schlichten sechs Saiten herauszaubert, doch steht die Virtuosität niemals im Dienste des staunenmachenden Effekts, sondern ausschließlich der emotionalen Verdichtung.
Fast mag man es bedauern, dass das Album dann ab dem fünften Titel neue Wege, Instrumente und Klangfarben sucht, doch Schäfer ist viel zu vielseitig interessiert, um sich als reiner Brazil-Gitarrist zu spezialisieren. Das ist gut so, doch hängen bleiben zweifellos die ersten vier Perlen des neuen Albums, das Schäfer unter anderem bei einem Konzert mit dem Gitarristenkollegen Rainer Haug vorstellt.
> Kabarett in der Orgelfabrik, Amthausstraße 17-19, Karlsruhe, 20:15 Uhr
Mit vier Stücken auf diesem Instrument, darunter drei Powell-Kompositionen, eröffnet Volker Schäfer nun sein nach dem Powell-Stück "Tema Triste" betiteltes Album. Und dieses Statement könnte kaum wunderbarer sein, denn die Gitarre klingt hier so erdenwarm, tiefgründig und durch Schäfers Fingerkunst beseelt, dass man am liebsten das ganze Album in dieser Manier weiterhören möchte, ganz gleich, ob der Interpret gerade eine legendäre Vorlage oder eine eigene Komposition anstimmt. Schäfer ist ein virtuoser Gitarrist, das zeigt sich durchaus darin, welche Fülle und welchen Klangkosmos er aus den schlichten sechs Saiten herauszaubert, doch steht die Virtuosität niemals im Dienste des staunenmachenden Effekts, sondern ausschließlich der emotionalen Verdichtung.
Fast mag man es bedauern, dass das Album dann ab dem fünften Titel neue Wege, Instrumente und Klangfarben sucht, doch Schäfer ist viel zu vielseitig interessiert, um sich als reiner Brazil-Gitarrist zu spezialisieren. Das ist gut so, doch hängen bleiben zweifellos die ersten vier Perlen des neuen Albums, das Schäfer unter anderem bei einem Konzert mit dem Gitarristenkollegen Rainer Haug vorstellt.
> Kabarett in der Orgelfabrik, Amthausstraße 17-19, Karlsruhe, 20:15 Uhr



