Kunst, Ausstellungen Ausstellungen
There must be life
Es sind eher düstere Anmutungen und unheilvolle Dystopien, die Ulrich J. Wolffs Radierungen etwa von massiven Häuserwänden einer undefinierten Großstadt hervorrufen, aber auch der Durchblick zwischen den Baumstämmen eines kargen, verschneiten Wald, will nicht den Eindruck einer heimeligen Naturidyllen hervorrufen. Der 1955 in Schweigen geborene Wolff ist ein Maler, der mit grafischen Mitteln vielschichtige Bilder schafft, die einen magischen Sog erzeugen, dem man sich schwerlich entziehen kann. Die Unschärfe der Bilder suggeriert den Eindruck einer verschwommenen Momentaufnahme, wie auch des menschlichen Blickes, der nie in der Lage ist jeden Punkt in seinem Blickradius zu fokussieren. Als Grundlage dienen Wolff dabei banale Fotografien, die er im Internet findet, und deren geringe Auflösung zur Anonymisierung, Abstraktion und Verrätselung der Motive beiträgt. Kontrastiert werden die düster gedruckten Unikate durch markante Farbfelder, die den Bildern zur Seite gestellt werden. Zudem zeigt Alfred Knecht als Kabinettausstellung eine Auswahl von Zeichnungen Guido Kucznierzs.
bis 5. April 2025
Galerie Alfred Knecht
Baumeisterstraße 4
Karlsruhe
Do-Fr 14 – 18 Uhr
–
Bild: Ulrich J. Wolff, sky, 2015, Foto-Aquatinta Radierung, Siebdruck mit Prägung auf Bütten, Unikat, 115 x 160 cm
bis 5. April 2025
Galerie Alfred Knecht
Baumeisterstraße 4
Karlsruhe
Do-Fr 14 – 18 Uhr
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Bild: Ulrich J. Wolff, sky, 2015, Foto-Aquatinta Radierung, Siebdruck mit Prägung auf Bütten, Unikat, 115 x 160 cm