Verschiedenes Filme
Independent Days
|Internationale Filmfestspiele Karlsruhe
Der April steht in Karlsruhe wieder einmal im Zeichen des Indie-Kinos: Von Mittwoch 09. bis Sonntag 13. April sind bei der 24. Ausgabe des über die Region hinaus bei Filmfans beliebten Filmfestivals in der Schauburg 128 Filme aus 32 Ländern zu sehen - von Kurzfilmen über Spielfilme bis hin zu Dokumentationen – alle mit wenig Budget und unabhängig entstanden und jenseits des Mainstreams.
„Wir merken, dass die Independent Days auch immer stärker von der Branche wahrgenommen werden und sich hier gerade zu einem wichtigen Event für Filmschaffende weiterentwickeln“, freut sich Festivalleiter Dr. Oliver Langewitz. „Dies zeigt sich durch neue Kooperationen mit dem BFFS (Bundesverband Schauspiel) oder dem Filmverband Südwest, aber auch an den vielen Filmschaffenden und Schauspielerinnen und Schauspielern, welche unser Filmfestival auch als Netzwerk-Event nutzen.“
Das Festival bietet wie immer eine breite Palette an aktuellen sozio-politischen, futuristischen und persönlichen Erzählungen, der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf Themen wie Künstlicher Intelligenz, dem Klimawandel und gesellschaftlichen Umbrüchen. Das Feature „Neues aus Nollywood“, mit dem das Festival eröffnet wird, wagt außerdem einen besonderen Blick auf Nigerias boomende Filmindustrie, der weltweit drittgrößten nach Hollywood und Bollywood. Der Kurzfilm „One Can Only Hope And Wonder“ beschäftigt sich mit der Restitutionsdebatte um die Benin-Bronzen, aus der Expedition von 1897, und spiegelt eine wichtige postkoloniale Diskussion wider, die auch in Deutschland aktuell ist. Der darauf folgende Langfilm „This Is Love“ erzählt die Liebesgeschichten von drei nigerianischen LGBTQ+-Paaren und wie sie romantische Beziehungen in einem konservativen und feindseligen nigerianischen Umfeld meistern (09.04./14:30 Uhr).
Um Diversität, Identitätsfindung, LGBTQ+-Themen und Genderfragen geht es in der Indierama-Reihe „Frauen*Bilder“ (10.04./14:30 Uhr) und dem 6. Programmblock des Publikumswettbewerbs „Sex and Desire“ (11.04./21:15 Uhr). Das Indierama-Programm „Karlsruhe & Friends“ (13.04./14:30 Uhr) gibt einen Einblick in die Werke lokaler Filmschaffender. Zu sehen ist dort beispielsweise „Über Nacht gehen lassen“ von Oskar Tanaka, dessen Protagonist sich auf der Suche nach dem perfekten Pizza-Rezept ind eine Bibliothekarin verliebt. Dass Dr. Oliver Langewitz auch als Regisseur arbeitet, ist kein Geheimnis. Sein 54-minütiger Dokumentarfilm „Tanzende Finger“ begleitet den Percussionsten Hakim Ludin (siehe Rubrik Eventle), der seit fast fünf Jahrzehnten Percussion-Einflüsse aus aller Welt – von Afghanistan über Afrika bis nach Lateinamerika - vereint und zeigt, wie Musik Brücken baut – für Dialog, Frieden und Freundschaft.
„Da mir der Artikel 5 des GG sehr am Herzen liegt, hier insbesondere die Presse-, Kunstfreiheit und Freiheit der Wissenschaft, liegt mir insbesondere ´Investigating Society´ (10.04./19:00 Uhr) am Herzen. Hier werden dokumentarische Filme über soziale Missstände, politischen Aktivismus und Ungerechtigkeit gezeigt. Filme wie ´Poisoned Well´ über einen Terroranschlag auf die LGBTQ+-Community in der Slowakei oder ´Adidas Owns the Reality´ über Arbeitsrechtsverletzungen in der Modeindustrie zeigen, wie Film als investigative Kraft fungieren kann“, antwortet Langewitz auf die Frage nach seinen Favoriten. „Auch das Kurzfilmprogramm ´Earth Matters´ - Nadine und ich sind ja auch seit 2018 Green Consultants, das Thema ist uns also sehr wichtig- ist bemerkenswert, da es aufzeigt, wie der Klimawandel in verschiedenen Teilen der Welt wahrgenommen und verarbeitet wird (11.04./12:00 Uhr). Ein Beitrag, der mir wirklich sehr nahe geht, ist ´Home Sweet Home´ (13.04./12:30 Uhr) von Annika Mayer, die ein äußerst sensibles Porträt über ihre Großmutter gedreht und mit alten Super8-Aufnahmen unterlegt hat. Hier geht es um das Thema häusliche Gewalt, die leider bis heute tabuisiert ist.“
Ein besonderer Höhepunkt des Programmblocks „Beyond The Code“ und auch des Festivals insgesamt ist die Vorführung des diesjährigen Oscar-Preisträger-Kurzfilms „I´m not a robot“ von Victoria Warmerdam. Der niederländische Film gewann den Academy Award in der Kategorie Bester Kurzfilm. Er erzählt die Geschichte der Musikproduzentin Lara, die nach wiederholtem Scheitern an Captcha-Tests von einer verstörenden Frage besessen wird: Könnte sie ein Roboter sein? (12.04./14:30 Uhr).
Das komplette Filmprogramm ist hier zu finden: independentdays-filmfest.com
Bei der Award Gala am Samstag, dem Höhepunkt des Festivals, werden dann die besten Filme der diesjährigen Festival-Ausgabe ausgezeichnet (12.04./21:15 Uhr).
Mi 09. bis So 13. April 2024
Schauburg
Marienstr. 16
Karlsruhe
„Wir merken, dass die Independent Days auch immer stärker von der Branche wahrgenommen werden und sich hier gerade zu einem wichtigen Event für Filmschaffende weiterentwickeln“, freut sich Festivalleiter Dr. Oliver Langewitz. „Dies zeigt sich durch neue Kooperationen mit dem BFFS (Bundesverband Schauspiel) oder dem Filmverband Südwest, aber auch an den vielen Filmschaffenden und Schauspielerinnen und Schauspielern, welche unser Filmfestival auch als Netzwerk-Event nutzen.“
Das Festival bietet wie immer eine breite Palette an aktuellen sozio-politischen, futuristischen und persönlichen Erzählungen, der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf Themen wie Künstlicher Intelligenz, dem Klimawandel und gesellschaftlichen Umbrüchen. Das Feature „Neues aus Nollywood“, mit dem das Festival eröffnet wird, wagt außerdem einen besonderen Blick auf Nigerias boomende Filmindustrie, der weltweit drittgrößten nach Hollywood und Bollywood. Der Kurzfilm „One Can Only Hope And Wonder“ beschäftigt sich mit der Restitutionsdebatte um die Benin-Bronzen, aus der Expedition von 1897, und spiegelt eine wichtige postkoloniale Diskussion wider, die auch in Deutschland aktuell ist. Der darauf folgende Langfilm „This Is Love“ erzählt die Liebesgeschichten von drei nigerianischen LGBTQ+-Paaren und wie sie romantische Beziehungen in einem konservativen und feindseligen nigerianischen Umfeld meistern (09.04./14:30 Uhr).
Um Diversität, Identitätsfindung, LGBTQ+-Themen und Genderfragen geht es in der Indierama-Reihe „Frauen*Bilder“ (10.04./14:30 Uhr) und dem 6. Programmblock des Publikumswettbewerbs „Sex and Desire“ (11.04./21:15 Uhr). Das Indierama-Programm „Karlsruhe & Friends“ (13.04./14:30 Uhr) gibt einen Einblick in die Werke lokaler Filmschaffender. Zu sehen ist dort beispielsweise „Über Nacht gehen lassen“ von Oskar Tanaka, dessen Protagonist sich auf der Suche nach dem perfekten Pizza-Rezept ind eine Bibliothekarin verliebt. Dass Dr. Oliver Langewitz auch als Regisseur arbeitet, ist kein Geheimnis. Sein 54-minütiger Dokumentarfilm „Tanzende Finger“ begleitet den Percussionsten Hakim Ludin (siehe Rubrik Eventle), der seit fast fünf Jahrzehnten Percussion-Einflüsse aus aller Welt – von Afghanistan über Afrika bis nach Lateinamerika - vereint und zeigt, wie Musik Brücken baut – für Dialog, Frieden und Freundschaft.
„Da mir der Artikel 5 des GG sehr am Herzen liegt, hier insbesondere die Presse-, Kunstfreiheit und Freiheit der Wissenschaft, liegt mir insbesondere ´Investigating Society´ (10.04./19:00 Uhr) am Herzen. Hier werden dokumentarische Filme über soziale Missstände, politischen Aktivismus und Ungerechtigkeit gezeigt. Filme wie ´Poisoned Well´ über einen Terroranschlag auf die LGBTQ+-Community in der Slowakei oder ´Adidas Owns the Reality´ über Arbeitsrechtsverletzungen in der Modeindustrie zeigen, wie Film als investigative Kraft fungieren kann“, antwortet Langewitz auf die Frage nach seinen Favoriten. „Auch das Kurzfilmprogramm ´Earth Matters´ - Nadine und ich sind ja auch seit 2018 Green Consultants, das Thema ist uns also sehr wichtig- ist bemerkenswert, da es aufzeigt, wie der Klimawandel in verschiedenen Teilen der Welt wahrgenommen und verarbeitet wird (11.04./12:00 Uhr). Ein Beitrag, der mir wirklich sehr nahe geht, ist ´Home Sweet Home´ (13.04./12:30 Uhr) von Annika Mayer, die ein äußerst sensibles Porträt über ihre Großmutter gedreht und mit alten Super8-Aufnahmen unterlegt hat. Hier geht es um das Thema häusliche Gewalt, die leider bis heute tabuisiert ist.“
Ein besonderer Höhepunkt des Programmblocks „Beyond The Code“ und auch des Festivals insgesamt ist die Vorführung des diesjährigen Oscar-Preisträger-Kurzfilms „I´m not a robot“ von Victoria Warmerdam. Der niederländische Film gewann den Academy Award in der Kategorie Bester Kurzfilm. Er erzählt die Geschichte der Musikproduzentin Lara, die nach wiederholtem Scheitern an Captcha-Tests von einer verstörenden Frage besessen wird: Könnte sie ein Roboter sein? (12.04./14:30 Uhr).
Das komplette Filmprogramm ist hier zu finden: independentdays-filmfest.com
Bei der Award Gala am Samstag, dem Höhepunkt des Festivals, werden dann die besten Filme der diesjährigen Festival-Ausgabe ausgezeichnet (12.04./21:15 Uhr).
Mi 09. bis So 13. April 2024
Schauburg
Marienstr. 16
Karlsruhe