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Michael Dreyer

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Gemeinschaftsarbeiten / Society Pieces > Kunst sei als Manifestation von Freiheit und Kreativität immer hochpolitisch, sagt der 77-jährige Franz Erhard Walther, andere wie Banksy und Ai Weiwei mischen sich ganz konkret ein und werden zu Medienstars. Die Welt ist aus den Fugen und die Kunst fühlt sich gefordert. Die Krise der politischen Kunst setzte zu dem Zeitpunkt ein, wenn diese sich der Hochkultur erfolgreich andiene, so hingegen Michael Dreyer. Sinn und Obsolenz politischer Kunst, die er als „demonstrationellen“ Sprechakt bezeichnet, der im 19. und 20. Jahrhundert noch vom Glauben geprägt gewesen sei, Wahrheiten auszusprechen, Machtdiskurse aufzuzeigen und Werte neu zu gestalten, untersucht der in Stuttgart lebende und an der Merz Akademie lehrende Dreyer in der großen Einzelausstellung, die ihm der Badische Kunstverein einräumt. Dreyer verfolgt einen dezidiert spielerischen Umgang mit den unterschiedlichsten Medien der Bildenden Kunst wie Zeichnungen, Collagen und Kleinplastiken, die er voller Bezüge steckt und zwischen konzeptioneller Idee und dem Begehren nach ästhetischem „Gefallen“ changieren lässt. Im Zentrum steht inmitten der Dialektik von sozialer Utopie und verfehlter Realität für Dreyer die humanistische Frage, wie sich Individuen in einer Gemeinschaft gegenseitig unterstützen können und welche Rolle die politische Kunst dabei spielen kann.  
 
> bis 20. August 2017, Badischer Kunstverein Karlsruhe, Waldstraße 3, Di bis Fr 11–19 Uhr, Sa, So u. Feiertage 11–17 Uhr

Badischer Kunstverein

>>Waldstrasse 3
76133 Karlsruhe
 
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