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Jugend ohne Gott

 
In der digitalisierten Gesellschaft der Zukunft spielen Liebe, Moral und Menschlichkeit nur noch untergeordnete Rollen, das „Gift der Gefühlsduselei“ wurde weitestgehend eliminiert, die Menschen werden überwacht. In seiner Adaption des gleichnamigen Romans von Ödön von Horvath, der als Klassiker der antifaschistischen Literatur gilt, überträgt Regisseur Alain Gsponer das Szenario in eine nicht näher bestimmte Zukunft und entwirft eine Dystopie, in der die Menschen entweder als nutzbringend oder als leistungsschwach eingeteilt werden. In der aktualisierten Interpretation des Stoffes, die – besetzt mit Jannis Niewöhner und Alicia von Rittberg – Erinnerungen an den Hollywood-Jugend-Blockbuster „Tribute von Panem“ weckt, wird die Geschichte einer Gruppe von Jugendlichen erzählt, die sich in einem Hochleistungscamp für eine Elite-Universität qualifizieren sollen und die als Hoffnungsträger der Leistungsgesellschaft an ihre Grenzen stoßen. 
 
Kinostart: 31. August