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Werther.live

Bild - Werther.live
Hätte sich Goethes Werther im Hier und Jetzt für seine Lotte aufgezehrt, so hätte er sein Leiden dem Freund wohl kaum in handgeschriebenen Briefen mitgeteilt. Vermutlich hätte er sich moderner Kommunikationsmittel und Wortkürzeln bedient, die er über Facebook oder Messengerdienste wie WhatsApp oder Telegram abgesetzt hätte. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein erklärtermaßen nicht zuletzt durch die Corona-Zeit beflügelt digitales Theater-Projekt eines jungen Teams um die Regie-Studentin Cosmea Spelleken inhaltliche Relevanz, die über den pandemiebedingten "Notnagel" weit hinausreicht. Abgefilmte Bühnen? Theatermonologe vor Webcams? Das hatten wir seit März zur Genüge, doch "Werther.live" will Theater sein, das in seiner Mischung aus Video und Social Media für den digitalen Raum konzipiert ist und neue Formen des Erzählens erforscht. Ebay ersetzt den Tanzball und Skypen den Spaziergang im Wald. Lotte und Werther verlieben sich auf eBay Kleinanzeigen, und obwohl sie sich nie persönlich begegnet sind, bringt das Lottes langjährige Beziehung ins Wanken. Während der Aufführung sehen und hören die Zuschauenden alles, was Werther auf seinem Bildschirm macht. Als hätte man sich „eingehackt“, kann man das legendäre Stück aus seiner Perspektive verfolgen. Es gibt nur sechs Aufführungstermine, für die man sich über die Webseite im Vorfeld Tickets buchen kann. am 5., 16,, und 25.11. sowie am 4. und 6. Dezember.
> www.werther-live.de
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