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Archiv: 02.2020
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18. Stummfilmfestival Karlsruhe

Bild - 18. Stummfilmfestival Karlsruhe
Unter dem Titel „Revolution! Kino in deutscher Umbruchzeit“ zeigen die 18. Stummfilmtage Filme, die in der frühen Weimarer Republik entstanden. Als Anlass diente der 100. Geburtstag des expressionistischen Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene, in dem Dr. Caligari mit Hilfe seines schlafwandelnden Mediums Cesare, der unter seinem Einfluss furchtbare Morde begeht, eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Die Vorführung bei der festlichen Eröffnung im Stephanssaal wird musikalisch von Stephen Horne am Klavier und Frank Bockius am Schlagzeug begleitet (04.02./19:30 Uhr). Ebenfalls bei der Eröffnung zu sehen ist die Wochenschau mit dem Titel „Bolschewistische Greuel am 21.8.1919 oder die Schreckenstage von Kiew“. Im Filmdrama „Alkohol“ (Foto) von Alfred Lund und E.A. Dupont, das in der Kinemathek gezeigt wird und ebenfalls von Stephen Horne am Klavier untermalt wird, gesteht Erik Elvesstadt seiner Verlobten, dass er der Sohn einer Alkoholikerin und eines Mörders ist (06.02./21:00 Uhr) Zuvor steht, ebenfalls in der Kinemathek, „Mania. Die Geschichte einer Zigarettenarbeiterin“ von Eugen Illés mit Pola Negri in der Titelrolle auf dem Programm (06.02./19:00 Uhr). Robert Wienes Vampirgeschichte „Genuine“ läuft am folgenden Tag in der Kinemathek, die musikalische Begleitung kommt von Sabine Zimmer (07.02./16:00 Uhr). Der dänische Stummfilm „Söhne des Volkes“ von Holger-Madsen hat eine revolutionäre politische Botschaft und wurde nur wenige Tage nach der Novemberrevolution 1918 uraufgeführt. In Karlsruhe wurde er im Februar 1919 im Residenz-Theater gezeigt. Im Rahmen des Stummfilmtage ist er, musikalisch begleitet von Günter Buchwald, in der Kinemathek zu sehen (07.02./19:00 Uhr). Robert Reinert kombiniert in seinem Filmdrama „Opium“ mit Werner Krauß, Sybill Morel und Conrad Veidt in den Hauptrollen exotische Schauplätze mit Erotik und inszeniert einen Kriminalfilm, der vor Drogenmissbrauch warnt, aber auch unterschwellig die Erschütterungen des Ersten Weltkrieges verarbeitet (07.02./21:30 Uhr). Das Festival schließt im Stephanssaal mit der Komödie „Das Luxusweibchen“ und dem Genremix aus Vampir- und Detektivfilm „Der grüne Vampir“ (08.02./21:00 Uhr). Es begleitet Sabine Zimmer am Klavier.

> 4. bis 8. Februar, Stephanssaal, Ständehausstr. 4, Karlsruhe & Kinemathek, Kaiserpassage, Karlsruhe, vollständiges Programm unter

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