Klappeauf - Karlsruhe
Archiv: 09.2013
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Flüchtlingstag

Bild - Flüchtlingstag
Während am 27. September bundesweit die Bundesarbeitsgemeinschaft Pro Asyl, Flüchtlingshilfeorganisationen, Kirchen und Gewerkschaften im Rahmen der Interkulturellen Woche den „Tag des Flüchtlings“ ausrufen, finden auch in Karlsruhe eine Reihe von Veranstaltungen statt:

Ausstellung > „Vergessene Flüchtlingslager in Bosnien und Herzegowina“ ist der Titel einer Ausstellung, die die Karlsruher Regionalgruppe der Gesellschaft für bedrohte Völker ins Kulturzentrum Tollhaus bringt. Die Schrecken des Krieges, der Verlust von Angehörigen, die Flucht aus den eigenen Heimen und das menschenunwürdige Leben am Rand der Gesellschaft sind die Themen der Ausstellung, die mit dem Krieg beginnt und mit den Portraits der Menschen endet, die Mitte der 90er Jahre in Srebrenica die schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges überlebten. Bis heute kämpfen sie mit ihren Traumata, die sie infolge der Massaker erlitten haben. Viele haben keine Arbeit und keine Zukunft. 18 Jahre nach Kriegsende soll diese Ausstellung, die in Karlsruhe unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Mentrup steht, dafür sensibilisieren, dass auch in Europa Würde und Rechte von Flüchtlingen und Vertriebenen missachtet werden.

> 9. bis 29. September 2013, Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, Karlsruhe, Mo, Di 12 bis 18 Uhr, Mi - Fr 10 bis 18 Uhr, Ausstellungseröffnung Mo 9. September, 18 Uhr

Unterstützungsbündnis > Ganz aktuell mit einer Gruppe von rund 70 in der Landesaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe gestrandeten afghanischen Geflüchteten beschäftigt sich eine Informationsveranstaltung. Sie wirbt für die Unterstützung einer Petition an den Bundesinnenminister, die Geflüchteten nicht nach Ungarn abzuschieben, wo die Flüchtlinge zunächst aufgenommen worden waren. In Ungarn hatten alle bereits ein humanitäres Aufenthaltsrecht erhalten, doch scheint die Situation dort für Flüchtlinge derzeit höchst problematisch und wenig menschenwürdig, wie nicht nur der UN-Flüchtlingskommissar und Pro Asyl befinden. Inzwischen entscheiden auch immer mehr Gerichte auch aufgrund der unhaltbaren Lebensbedingungen für Geflüchtete gegen Überstellungen nach Ungarn. > Do 26. September 2013 um 19.30 Uhr, Jubez-Cafe, Kronenplatz, Karlsruhe
Musikfilm mit Hintergrund > Direkt am Tag des Flüchltings bei der Karlsruher Kinemathek zu Gast ist die Regisseurin Julia Oelkers, die mit ihrem Film „Can't Be Silent“ das Projekt des auch in Karlsruhe bestens bekannten Liedermachers Heinz Ratz (Strom und Wasser) begleitete, der Asylantenheime besuchte und Benefizkonzerte gab, um gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik zu protestieren. In dem Heimen lernte er exzellente Musiker kennen, die in ihren Heimatländern teilweise berühmte Künstler sind. Einige von ihnen nahm er im vergangenen Jahr mit auf Tournee. In den Texten der Lieder beschreiben die Musiker ihre Situation als Flüchtlinge oder erzählen von den Kriegen in ihren Herkunftsländern. Die Filmemacherin Julia Oelkers hat die einzelnen Musiker porträtiert. Der Film ist auch am 26. September und 9. Oktober, jeweils um 21.15 Uhr, sowie am 8. Oktober, um 19 Uhr, zu sehen.

> Fr 27. September 2013, 19 Uhr, Studio 3, Kaiserpassage, Karlsruhe