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Basar Bizarr: Funeral Parade Of Roses

Das bekannteste Werk des japanischen Filmemachers, Fotografen und Videokünstlers Toshio Matsumoto ist eine Neuinterpretation der antiken Ödipus-Sage, in der die queere Szene im Tokio der späten 60er-Jahre um Stilikone Shinnosuke „Peter“ Ikehata, der wohl bekanntesten Dragqueen Japans, in einer milieuechten, kaleidoskopartigen Bildercollage gezeichnet wird. In dem dramatischen, in Schwarz/Weiß gedrehten Experimentalfilm buhlen die beiden Dragqueens Eddie (Shinnosuke „Peter“ Ikehata) und Leda (Osamu Ogasawara) um die Gunst des Nachtclubbesitzers und Dealers Gonda (Yoshio Tsuchiya). Als dieser sich für Eddie entscheidet, begeht Leda Selbstmord. Doch auch die Ausgewählte wird von ihren Dämonen gejagt: Sie vermisst ihren Vater, der früh die Familie verlassen hat. Ihre Sehnsucht löst schließlich eine schicksalhafte Verkettung mit hochdramatischem Finale aus: Eddie ermordet ihre Mutter und deren Liebhaber, um später festzustellen, dass ihr Liebhaber Gonda ihr Vater ist. Als dieser das herausfindet, bringt er sich um. „Funeral Parade Of Roses“ ist eine Perle des Queer Cinema und des Cinema Of Transgression, die mit fast 50-jähriger Verspätung im letzten Jahre erstmals ins Kino kam, 
 
> Sa 20.04., 21:15 Uhr / Do 25.04., 21:15 Uhr, Kinemathek/Studio 3, Kaiserpassage, Karlsruhe

Kinemathek / Studio 3

>>Kaiserpassage
76133 Karlsruhe
 
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