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Manfred Bögle, Immer mit Karls Ruhe

 
In seinen Kurzgeschichten ist der Karlsruher Geschichtenerzähler Manfred Bögle vor allem unterwegs in Karlsruhe aber nicht nur dort. Mit seiner ganz eigenen Sichtweise lässt er bekannte Orten wie das Schloss, aber auch im Grunde völlig unspektakuläre Orte wie das Basislager in der Kaiserstraße in völlig neuem Licht erstrahlen, erzählt Geschichten und macht Geschichte lebendig, fabuliert und dichtet immer gemäß dem 11. Gebot der Geschichtenerzähler: „Du sollst aus schlechten Geschichten gute machen!“. Ewig wiederkehrendes Thema dabei der Traum des Markgrafen Karl-Wilhelm von Baden-Durlach zur Erbauung der Stadt, die 32 Radialstrahlen, die das ursprüngliche Sonnensymbol der Stadt bilden, die Fächerstraßen und die darum gesponnenen, überlieferten und erdachten Mythen und Geschichten. Und natürlich Kaspar Hauser, schließlich brachte die selbstauferlegte Aufgabe, „sich um den Kaspar Hauser zu kümmern“ den gebürtigen Freiburger vor langer Zeit dazu, nach Karlsruhe zu ziehen. Es ist ein äußerst kurzweiliges Vergnügen sich in die Gedankenwelt des Geschichtenerzählers ziehen zu lassen und seinen ständig auf das Interessanteste abschweifender Gedanken zu folgen.  
 
Karlsruher Haus der Erzählkunst/ Wirkstatt, 126 Seiten