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Durlach flimmert

Seit 1980 ist Durlach ohne eigenes Kino. Nach dem Krieg hatte es gar vier Kinos mit bis zu 500 Plätzen gegeben. Erst kürzlich wurde das Gebäude des zuletzt geschlossenen Kinos Skala abgerissen, doch offensichtlich trauert man auch noch nach bald vier Jahrzehnten über den Verlust der seit den 50er Jahren immer wieder in die Krise geratenen Lichtspielhäuser. Neben temporären Kinovorstellungen in der Orgelfabrik gibt es immer wieder - zuletzt im Frühjahr - auch Initiativen für ein neues Kino in Durlach. Unterdessen widmet sich das Pfinzgaumuseum in einer Sonderausstellung der Kino- und Filmkultur in Durlach, Akteuren und Geschichten vom Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg über die Zeit des "Kinobooms" bis zur Schließung der letzten Spielstätte. Die Geschichte wird nicht nur in historischen Dokumenten aufgezeigt, sondern ist auch in flimmernden Erzählungen präsent: Angelehnt an den Stil seines Films „66KINOS“, der Ende Oktober im Rahmen der Ausstellung nochmals in Karlsruhe gezeigt wird, hat der in Karlsruhe geborene Regisseur Philipp Hartmann, der mittlerweile in Hamburg lebt und arbeitet, Interviews mit Zeitzeugen gefilmt und geschnitten, die die Kuratorin Christiane Torzewski geführt hat.  
 
> bis 16. Dezember 2018, Pfinzgaumuseum, Karlsburg, Pfinztalstraße 9, Karlsruhe, Mi 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr

Pfinzgaumuseum

>>Pfinztalstr. 9
76227 Karlsruhe
 
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