Alle Artikel Kunst, Ausstellungen Kunst

Kunst in Bewegung und Radiokunstpioniere

Mitte Juli eröffnet das ZKM zwei Ausstellungen, die beide einen reizvollen Blick auf die Geschichte der Medienkunst werfen. Zum einen interpretieren Peter Weibel und Siegfried Zielinski mit einer Tour durch einschlägige Pionierarbeiten die medialen Künste durch den Fokus ihrer Gerätschaften: „Die Medienkunst ist eine apparative Kunst und daher von den Apparaten und Maschinen nicht zu trennen“, sagen die beiden und haben keinen geringeren Anspruch, als einen neuen Kanon der zeitgenössischen Kunstproduktion jenseits von Malerei und klassischer Skulptur zu formulieren, also von der Fotografie über die Kinematografie zur Klangkunst, das Theater der Maschinen und der Projektionen, die radiophone oder televisuelle Kunst, das künstlerische Video, die medial basierten Aktions- und Fluxuskünste bis hin zu den vernetzten und kollaborativ angelegten künstlerischen Praxen der letzten Jahrzehnte. Das dürfte bei dem imposanten Fundus der ZKM-Sammlung schier ein Leichtes sein. Gleichzeitig stellt die Schau „Durch den schalldichten Vorhang“ das 1957 gegründete Experimentalstudio des Polnischen Rundfunks vor, das früh schon durch seine elektroakustischen Experimente tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der Kunstmusik in Europa und den Wandel der Popkultur und Vorstellungskraft im Ostblock hatte.  
 
> „Kunst in Bewegung“ 14. Juli 2018 bis 10. Februar 2019, „Durch den schalldichten Vorhang“ 14. Juli 2018 bis 6. Januar 2019, ZKM Karlsruhe, Lorenzstraße 19, Mi-Fr 10.00–18.00 Uhr, Sa 14.00–18.00 Uhr, So 11.00–18.00 Uhr

ZKM

>>Lorenzstr. 19
76135 Karlsruhe
 
Homepage