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Frank Martin „Golgotha

Das Oratorium „Golgotha“ zählt zu den bedeutendsten Passionswerken der Musikgeschichte und wird gar in eine Reihe mit den Bachschen Passionen gestellt. In seinem monumentalen Werk hat der Schweizer Frank Martin einen Brückenschlag über die Jahrhunderte geschaffen und gleichermaßen die Tradition in sich aufgesogen und radikal modern neu interpretiert. Für ihn entsprang „Golgotha“ keiner freien Entscheidung, sondern einem inneren Drang: „Alles schien es mir zu verbieten; vor allem ein wahrer Kult, den ich von Kindheit an der Matthäuspassion von J.S. Bach geweiht habe, aber vielleicht noch mehr die Tatsache, dass ich mich unwürdig fühlte, ein solches Thema zu behandeln." Doch etwas, das er wie einen Ruf empfand, war stärker als sein innerer Widerstand. Martin benötigte drei Jahre für die Komposition. Er wählte selbst die Texte aus, wobei er Textstellen aus den Psalmen und den Evangelien mit denen des Kirchenvaters Augustinus kombinierte. Musikalisch gelang Martin dabei eine überwältigende Dramatik, die sich an Bachs Passionen orientiert und dennoch ganz eigenständig ist. Der Bachchor Karlsruhe wird dieses gewaltige Werk mit dem erweiterten Orchester „Camerata 2000“ und namhaften Solisten am Karfreitag aufführen. Die Leitung hat Christian-Markus Raiser. Foto: Solistin Katrin Müller > Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe, 18 Uhr 

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