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Grafeneck 1940

 
Das einstige Jagdschloss nahe Reutlingen wurde 1939 vom Staat beschlagnahmt, um darin die reichsweit erste Mordanstalt zur industriemäßigen Tötung psychisch kranker Menschen unterzubringen. Grafeneck wurde im Zuge der NS-Euthanasiepolitik auch zum Experimentierfeld für das millionenfache Töten in den deutschen Vernichtungslagern in Osteuropa. Die vom Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck erarbeitete Ausstellung dokumentiert die Euthanasieverbrechen in Südwestdeutschland und wurde um Exponate aus dem Generallandesarchiv Karlsruhe ergänzt. Über 10.000 Menschen wurden in Grafeneck innerhalb eines einzigen Jahres ermordet. Thema ist auch die Rolle badischer Mediziner wie Alfred Hoche, Ludwig Sprauer und Arthur Schreck als Vordenker, Organisatoren und Vollstrecker des Krankenmords weit über die Grenzen Badens hinaus.  
 
> Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, bis Fr 2. März 2018, Di-Do 8:30-17:30 Uhr, Fr 8:30-19.00 Uhr (an Feiertagen geschlossen).