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49° - Kulturelle Produktion in Karlsruhe

Kunstverein vernetzt > In seinem Jubiläumssommer öffnet sich der Badische Kunstverein jenseits der traditionellen Mitgliederausstellung für die reiche kulturelle, kreative Szene in Karlsruhe. Mit „49° - Kulturelle Produktion in Karlsruhe“ sollen ein Dialog zwischen Kunstvereinsgeschichte und Stadtgeschichte angestoßen, eine Plattform für interdisziplinäre Vernetzung geschaffen und Probleme der kreativen Realität in Karlsruhe thematisiert werden. Dabei wird auch die Verbindung von Kunst und Gewerbe in den Blick genommen, die bereits in den Anfängen der Kunstvereinsgeschichte eine wichtige Rolle spielte. Ursprünglich als Verein für Kunst und Industrie geplant, zeigte der Kunstverein beispielsweise von 1821 bis 1829 ausschließlich Kunst- und Industrieausstellungen. Zentrale historische Figur und Referenz des Projektes ist die Modeschöpferin Emmy Schoch, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Frauenmode revolutionierte ab 1938 im Kunstvereinsgebäude in der Waldstraße 3, wo sie auch wohnte, ihr Mode- und Verkaufsatelier betrieb. Sie war eine Pionierin der Reformmode, die Frauen und Männer ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der sogenannten „Lebensreform“ Möglichkeiten bot, sich von traditionellen Körpervorstellungen zu lösen, und damit begann, überholte Rollen- und Gesellschaftsbilder aufzulösen. Im von Thomas Rustemayer entwickelten Ausstellungsdesign soll die kreative Seite der Stadt in den Kunstverein gebracht werden, was Spaziergänge zu historischen Orten, aktuellen Produktionsstätten und interessanten kulturellen Einrichtungen ergänzen.  
 
> 19. Juli bis 9. September, Eröffnung 18. Juli, 19 Uhr; Badischer Kunstverein, Waldstraße 3, Karlsruhe, Di bis Fr 11-19 Uhr, Sa/So und Feiertag 11-17 Uhr

Badischer Kunstverein

>>Waldstrasse 3
76133 Karlsruhe
 
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