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Schlagzeuger Ritchie B.B.

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Bürgerlicher Name: Richard Kovac. 52 Jahre alt. Beruf: Schlagzeuger. Seit 35 Jahren ist er auf den Bühnen in der Region, in Deutschland und im europäischen Ausland zu sehen, seit 1997 lebt er ausschließlich von Musik. Mit wie vielen Musikern er zusammengespielt hat – er kann auch nach längerem Nachdenken keine Zahl nennen. Ritchie B.B. - so sein Künstlername - ist eine markante Erscheinung: Die riesige Lockenmähne ist seit Jahrzehnten sein Markenzeichen, Rock vom klassischen Fifties-Rock'n'Roll bis zum Heavy Metal seine musikalische Kernkompetenz. „Eigentlich komme ich aus dem Hardrock, spä-ter bin ich dann in diese Bluesrock-Ecke reingerutscht“, erzählt er. In der Region kennt man ihn vor allem als Drummer von „Blues Box“ und „Shakin’ Cats“ Das Bühnenjubiläum in diesem Jahr könnte Grund für eine große Jubelfeier sein. Aber er winkt ab, genau wie schon vor 10 Jahren. „Jedes Konzert wird dieses Jahr gefeiert“, sagt er nur. 
Los ging es, als Ritchie 1973 aus Ungarn nach Deutschland kam. Er stand auf Bands wie Sweet, später kamen die Helden des Classic Rock dazu – von Deep Purple bis UFO, er entdeckte das Schlagzeug als sein Instrument. Heute sammelt er Drumsets: Neun komplette Schlagzeuge stehen bei ihm zu Hause, dazu kommen 30 Snareddrums – er hat für jede Aufgabe den passenden Sound. 1980 hatte er die erste richtige Band, 1985 war er zum ersten Mal auf einer Schallplatte zu hören: Mit der Band R.A.S auf dem Karlsruher Rock-Sampler. Viele weitere Aufnahmen folgten. Heute spielt er 90 bis 100 Auftritte im Jahr, um die er sich selbst kümmert. „Booking liegt mir. Ich muss ja Geld verdienen und mit ein bisschen Druck klappt das auch gut. Ich arbeite immer ein Jahr vor“. Nebenbei gibt er Schlag-zeugunterricht und hat in den vergangen Jahren angefangen, Studiojobs zu über-nehmen. Für Wicked Sensation mit dem ehemaligen Accept-Sänger David Reece hat er auf einem Album gespielt und für eine befreundete ungarische Band aus Debrecen einige Tracks eingetrommelt. 
Für die Studioarbeit kommt ihm zugute, dass er exakt auf Metronom spielen kann, aber er bekennt sich dazu, eigentlich ein Drummer der alten Schule zu sein: „Ich spiele am liebsten aus dem Bauch heraus. Beim Blues und Rock'n'-Roll soll man das menschliche Element zeigen. Hör Johnny Winter an, da gibt es diese natürlichen Schwankungen. Das ist ja schließlich kein Techno“. Auch als Hörer sei er durchweg Traditionalist, dazu steht er. „Blues Pills gefallen mir gut. Klar ist das retro, aber ich finde es okay. Ich gehe aber auch gern mal zu Jazz-Sessions, ich mag auch gute Pop-Sachen, ich liebe Steely Dan, und ich höre gern Pink Floyd“. Wenn er Zeit hat, geht er gerne zu Konzerten und schaut sich Kollegen an. Ansonsten heisst es: Weitermachen. So oft wie möglich live spielen. Das ist die Motivation, die ihn antreibt. Bis zum Ende, das hoffentlich noch weit entfernt ist: „Ich würde mir wünschen, mit zwei Drumsticks im Arm zu sterben das kannst du ruhig so schreiben“, grinst er. -tz 
 
> Mi 3. Juni Blues Box ab 18:00 Uhr  
> Fr 26.Juni 2015, Shakin´Cats um 20:00 Uhr- 
– beide im
Lago Bowling Center, Gablonzer Straße 13, Karlsruhe 

LAGO Bowling-Center Karlsruhe

>>Gablonzer Str. 13
76185 Karlsruhe
 
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