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Amerika

"Als der sechzehnjährige Karl Rossmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht. Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor, und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte.“ So heißt es bei Franz Kafka in seinem unvollendet gebliebenen Romanfragment „Amerika“, das die Geschichte eines jugendlichen unfreiwilligen Exilanten erzählt, der schon auf der Schiffsüberfahrt von Schlamassel zu Schlamassel stolpert und die Kafkaschen Themen von Isolation und Fremdheit, Konflikte mit Vaterfiguren, Scheitern und das Gefühl des Ausgeliefertseins an anonyme Mächte exemplarisch durchexerziert. Landesbühnenintendant Carsten Ramm, ein Spezialist für die Dramatisierung literarischer Prosavorlagen, bringt die von Kafka "ins endlose angelegte Geschichte“ von der zunächst abenteuerlichen, dann albtraumhaften Lebensreise eines 16-jährigen auf die Bühne.  
 
> Do 21. Februar 2019 um 19:30 Uhr, Stadttheater Bruchsal, Großes Haus

Badische Landesbühne

>>Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal