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Michael Bielicky

Bild - Michael Bielicky
Perpetuum Mobile > Als er in den frühen 80er Jahren in Düsseldorf studierte, trank der deutsch-tschechische aus den Quellen. Die Bechers, Josef Beuys, Nam June Paik, Kraftwerk, Punk und Wave, Düsseldorf war damals ein Mekka des aufstrebenden Medienzeitalters, das sich damals in der Kunst vor allem noch auf Bildschirm und Video abspielte. In einem Zeitraum von fast vierzig Jahren hat Michael Bielicky seither innovative Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Video sowie netzbasierter Installation geschaffen. Seit der Gründungsphase des ZKM ist Bielickys mit dem ZKM: Seine Videoskulptur Menorah (1989) war das erste Werk, das Heinrich Klotz für die Sammlung des ZKM kaufte, seit 2006 ist Bielicky Professor für Neue Medien an der Karlsruher HfG. Die Ausstellung „Perpetuum mobile“ bietet nun erstmals einen Überblick über sein vielfältiges Gesamtwerk, auch die Arbeiten mit der Künstlerin Kamila B. Richter, die als raumgreifende, auf einer Piktogrammsprache basierende Netzkunstwerke über Echtzeit-Daten wie Twitter oder Google News funktionieren und für die sie den Begriff der „Data-Driven Narratives“ prägten. Hochvirulente spielerische Arbeiten, die auf eindringliche Weise Fragen nach dem Einfluss einer zunehmend von Algorithmen gelenkten Gesellschaft und das Ausgeliefertsein an die Machtstrukturen des digitalen Raums stellen.

> 12. Oktober 2019 bis 8. März 2020, ZKM, Lorenzstraße 19, Mi bis Fr 10-18 Uhr, Sa, So + Fei 11-18 Uhr, Eröffnung Sa 12.10., 19 Uhr

ZKM

Lorenzstr. 19

76135 Karlsruhe

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