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Aktion Anti-Lüpertz

 
Das große Sommerdiskussionsthema ist auch 2017 - lassen Sie mich raten - wieder die U-Strab. Doch diesmal geht es nicht um Kostenexplosionen oder Baustop. Nein es geht um die Kunst, am Bau und Untertage. Was nämlich längst als Haltestellengestaltungskonzept beschlossen war, soll nun durch einen windigen Coup mit einem sämtliche sieben Haltestellen umfassenden Projekt mit Großkeramiken des mit Karlsruhe verbandelten Künstlers Markus Lüpertz zum Thema der biblischen Schöpfungsgeschichte „aufgehübscht“ werden. Wie man den Leserbriefseiten der Tageszeitung, den Foren und Meinungsartikeln allerorten entnehmen kann, gibt es auf unterschiedlichen Ebenen manche Argumente pro und und noch viel mehr dagegen. Auch aus der Künstlerszene heraus formiert sich Widerstand: „Um kollektiv Einspruch gegen dieses rückwärts-gewandte, geschmacklose und intransparente Vorhaben zu erheben, wurde die Aktion Anti-Lüpertz ins Leben gerufen“, heißt es von den Initiatoren. Lüpertz sei der große Konservative der deutschen Nachkriegskunst, der in der Folgezeit der letzten großen gesellschaftlichen und künstlerischen Aufbrüche Kunst und Gesellschaft zurück zur Ordnung rufen wollte. Der Aktion Anti-Lüpertz gehe es einzig und allein um die Ablehnung eines zutiefst reaktionären Künstlers, der Symptom unserer Zeit sei.  
 
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