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Karlsruher Künstlermesse

Besucher und Künstler im Gespräch  
 
So nüchtern wie raumgreifend prangt die 23 auf den schlicht schwarz-weißen Textplakaten, die Jonas Hohnke für die Karlsruher Künstlermesse entwarf und damit den ersten Preis des Wettbewerb um die Plakatgestaltung gewann.  
 
Für gewöhnlich dient die Zahl 23 so überhaupt nicht für besondere Geburtstage oder Jubiläen. Und doch gilt die Primzahl in Folge von William Burroughs „23 Skidoos“ und den „Illumnaten“ von Robert Anton Wilsons und Robert Sheas als eine in der Popkultur mit Verschwörung, Rebellion und Revolution verbundene mystische Zahl, um die sich ganze Filme ranken. Zum 23. Mal also haben sich die Stadt Karlsruhe und der Bezirksverband Bildender Künstlerinnen und Künstler zur Künstlermesse „verschworen“, die seit ihrer ersten Ausgabe 1987 ihren speziellen Charme vor allem dadurch hat, dass das Publikum an den Ständen direkt mit den Kunstproduzierenden in Kontakt kommt.  
 
Aus 148 Bewerbungen hat eine Jury 35 Künstlerinnen ausgesucht, was einerseits durchgängig hohe Qualität garantiert, andererseits aber auch eine bunte Vielfalt verspricht, entstammen doch die teilnehmenden Künstlerinnen unterschiedlichen Generationen und repräsentieren ein buntes Spektrum aus Malerei, Zeichnung, Collage, Grafik, Druck, Skulptur, Objekt, Fotografie, Video, Installation und der Verbindung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen.  
 
Seit 2013 sind bei der Karlsruher Künstlermesse nicht mehr nur Kunstschaffende der engeren Region vertreten, aus ganz Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Elsass kann man sich seither bewerben. Das verspricht für die Besucher viele Überraschungen, denn neben Künstlern, die wie Otto D. Handschuh, Christian Schmid, Jens Stickel oder Eugenia Jäger auch über Karlsruhe hinaus bekannt sind, gibt es viele Positionen in der Fächerstadt erstmals zu entdecken. Dass diese Messe dabei konzentriert und überschaubar bleibt und mitten in der Stadt stattfindet, macht sie zur wertvollen Ergänzung des Kunstangebots von der kommerziellen art, der auf ihren Künstlerstamm konzentrierten Galerien, der freakigen und sowie den Ausstellungsorten in den Hochschulen und Off-Spaces.  
 
Als Begleitprogramm gibt es einen Rundgang mit der Kunsthistorikerin Simone Dietz (Freitag, 28. April, 18 Uhr), und ein Wandelkonzert mit Musikern der aus Jazzern und Klassikern bestückten Formation Fo(u)r mit Leonie Klein am Schlagzeug, Peter Lehel am Saxophon, Tomas Westbrooke an der Violine und Matthias Ockert an der E-Gitarre (Samstag, 29. April, 20 Uhr). Wer den „Preis der Karlsruher Künstlermesse“ in Höhe von 4.000 Euro erhält, entscheidet die Jury kurz vor Eröffnung der Messe.  
 
> 23. Karlsruhe Künstlermesse, 28. bis 30. April, Regierungspräsidium Karlsruhe am Rondellplatz, Karl-Friedrich-Straße 17, Eröffnung: Do 27. April, 19 Uhr. Öffnungszeiten: Fr 28., Sa 29. und So 30. April, 11-20 Uhr, Eintritt frei.

Regierungspräsidium

Karl-Friedrich-Str. 17
76133 Karlsruhe

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Termine

Sonntag, den 30.04.2017
11:00 • 23. Karlsruher Künstlermesse • bis 20:00