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Buchbesprechung: Jason Lewis > Die Expedition - In 13 Jahren um die Welt

 
Nicht jeder, der zu einer großen Expedition aufbricht, ist von Anfang an ein Held. Und ein Bericht über ein riesengroßes Abenteuer kann auch sehr humorvoll sein. Als Jason Lewis und ein Freund auf die Idee kamen, als erste Menschen den Globus komplett nur mit Muskelkraft zu umrunden, also z.B. auf dem Meer auch auf Segel zu verzichten, waren sie eigentlich nicht mehr als zwei Tagträumer ohne Geld, ohne Erfahrung und ohne Vernunft. Dass sie es auf manchmal nicht ganz korrekte Weise schafften, den Start ihrer Expedition zu finanzieren, dass es ihnen trotz aller Widrigkeiten gelang, mit einem Tretboot den Atlantik zu überqueren, wandelte die beiden Chaoten zu Menschen, die ernsthaft an einem Projekt arbeiten konnten. Mit ihrer Expedition verknüpften sie soziale Themen, was vor allem auf der zweiten Hälfte zu einer dauerhaften Verbindung mit vielen Schulklassen führte. Lewis erzählt auf wunderbar unterhaltsame Weise vom Verlauf dieses Abenteuers, das wegen vieler Probleme schließlich 13 Jahre seines Lebens bestimmte. Dabei erzählt er viel von Land und Leute, lässt die Leser aber auch bei der Beschreibung vieler Pleiten und Pannen lauthals lachen. Die Abenteuer im Pedalboot auf dem Meer, mit Inlineskates durch Amerika, mit Fahrrädern durch Australien und im Kajak auf dem Nil strotzen vor spannender Geschichten, zwischenmenschlichen Konflikten und vielen sehr lustigen Szenen. So macht Reiseliteratur Spaß! - gk > Malik Verlag, zwei Bände mit insgesamt 912 Seiten im Schuber, 19,99 Euro