Alle Artikel Verschiedenes Filme

Axolotl Overkill

 
Helene Hegemann lieferte die Vorlage, schrieb das Drehbuch und verfilmte den Stoff nun auch: „Axolotl Overkill“ ist die Adaption ihres 2010 erschienenen Debütromans „Axolotl Roadkill“. Die im Mittelpunkt der Tragikomödie stehende Mifti ist 16, verhält sich aber, als wäre sie wesentlich älter und lebt seit dem Tod ihrer Mutter mit ihren Halbgeschwistern in einer Berliner WG. Ihr wenig verantwortungsvoller Künstler-Vater gibt ihr keinerlei Halt und taugt nicht als Vorbild. Mifti schwänzt die Schule, nimmt jede Menge Drogen und legt sich mit jedem Erwachsenen an, der ihr Vorschriften machen will. Verantwortung übernimmt Mifti nur für ihr Haustier, den titelgebenden Axolotl, einen mexikanischen Schwanzlurch, der sein Leben lang im Larvenstadium verbleibt, also nicht erwachsen wird, ein Thema, das auch im Film aufgegriffen wird. Erwachsene, die nicht erwachsen sein wollen, Jugendliche, die erwachsener sind als ihre Eltern – in „Axolotl Overkill“ lösen sich die Grenzen auf. In der Verfilmung ist Jasna Fritzi Bauer in der Hauptrolle der 16-jährigen Mifti zu sehen. Weitere Rollen übernahmen Arly Jover, Hans Löw und Laura Tonke. Seine Weltpremiere feierte die deutsche Tragikomödie am 20. Januar 2017 im Rahmen der World Cinema Competition des Sundance Festivals.  
 
Kinostart ist am 29. 06.