Klappeauf - Karlsruhe
Archiv: 12.2011
Verschiedenes Lesungen / Vorträge

 

Joachim Gauck

Bild - Joachim Gauck
Joachim Gauck hat etwas zu erzählen und das tut er dann auch in seiner gerade erschienenen Autobiografie „Winter im Sommer -Frühling im Herbst“. Als Pfarrer gehörte er zu den Widerständigen in der DDR, in den Zeiten der Wende saß er als Mitglied des „Neuen Forums“ im ersten frei gewählten Parlament der DDR, später wurde er der erste Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen-Behörde, die kurz Gauck-Behörde genannt wurde. Im Juni 2010 kandidierte er für die Wahl zum Bundespräsidenten. Er scheiterte knapp und hatte danach offenbar die Muße sein Leben Revue passieren zu lassen. Am 9. (20 Uhr) kommt er auf Einladung von Stephanus-Buchhandlung und Literarische Gesellschaft ins Konzerthaus Karlsruhe und dabei wird er sicher nicht nur aus seinem vielbeachteten Buch lesen.
Vor dem Hintergrund des geteilten Deutschlands spielt auch die Lebensgeschichte von Barbara Honigmann und ihre Liebesgeschichte mit dem Ostberliner Theatermann Adolf Dresen, von der sie in ihrem neuen Buch "Bilder von A." erzählt.
Am 24. (20 Uhr)liest die mittlerweile in Straßburg lebende Autorin im Saal der Badischen Landesbibliothe (Erbprinzenstr. 15) aus ihrem Schlüsselroman, der auch Widerspruch erregt.
Der erste Gast im Literaturhaus im Prinz-Max-Palais im neuen Jahr ist die Lyrikerin und Prosaistin Marion Poschmann. Die aktuelle Peter-Huchel-Preisträgerin kommt am 31. (20 Uhr) in Begleitung der Literaturkritikerin Bettina Schulte.
Der Lyriker Jan Wagner hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich, immerhin wurde er 2011 mit zwei der renommiertesten Literaturpreise ausgezeichnet, dem Hölderlinpreis und dem Kranichsteiner Literaturpreis. Am 23. kommt er nach Karlsruhe, das er zumindest schon einmal besucht hat, nämlich vor zehn Jahren um für seinen Erstling „Probebohrung im Himmel“ den Förderpreis des Hermann-Hesse-Preises entgegenzunehmen. Wagner liest um 19 Uhr im Blauen Salon der Hochschule für Gestaltung und beschließt damit die qualitativ hochwertige Literaturreihe für dieses HfG-Semester. Nach wie vor ist jedermann willkommen und der Eintritt frei. Die Nase vorn, was die Lesungen im neuen Jahr angeht, hat wiedermal Harald Schwiers mit seiner Hörstunde. Am 5. (20.30 Uhr) liest er im marotte-Figurentheater (Kaiserallee 11) das Märchen von Wilhelm Hauff „Der kleine Muck“, das die meisten wohl dank der legendären Verfilmung von Wolfgang Staudte kennen oder zu kennen glauben. Aber im Text steckt noch mehr als ein Film zeigen kann.