Klappeauf - Karlsruhe
Archiv: 09.2013
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Literaturtage

Poetry Slam...

Bild - Literaturtage
... in allen Varianten
Poetry Slam, die nicht mehr so ganz neue Synthese aus Wort- und Darstellungskunst, bei der die Akteure nicht selten im sportlichen Wettkampf um die Gunst des Publikums streiten, ist auf ihre älteren Tage salonfähig geworden. Die traditionsreiche Literarische Gesellschaft, die gleichwohl ihre Finger stets am Puls der Zeit hat, widmet ihr sogar die diesjährigen Karlsruher Literaturtage vom 19. bis 22.September.
Dabei haben die Veranstalter Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz die ohnehin in Karlsruhe und Umgebung vorhandenen Talente und Strukturen aktiviert, um Poetry Slam mit einem dichten, abwechslungsreichen Programm vielleicht auch jenen Literaturfreunden näherzubringen, die bislang wenig oder gar nichts mit dem Begriff verbinden konnten.
Die Eröffnung vor der offiziellen Eröffnung geht in der Bento Bar am Werderplatz über die Bühne, man könnte auch sagen, über die Düne. BENTO.düne heißt die Veranstaltungsreihe, in der an jedem zweiten Dienstag eines Monats junge Autoren mit ihren Texten den ersten Schritt in die Öffentlichkeit wagen. Die Leseliste bei BENTO.düne Spezial (Do 19., 17 Uhr) ist wie gewohnt offen, gesetzt sind aber einige Vertreter der hiesigen Poetry Slam-Szene. Am besten man nimmt das Programm wie eine Wundertüte.
Mit der offiziellen Eröffnung geht es – ebenfalls am Donnerstag - um 19 Uhr in der Badischen Landesbibliothek (Erbprinzenstr.15) weiter. Die Lesebühne 'AnWOrt und Stelle' präsentiert drei Champions des Poetry Slam, den Freiburger Tobias Gralke, amtierender Poetry Slam-Meister des Landes, den Heidelberger Daniel Wagner, zweimaliger Finalist der deutschsprachigen Meisterschaft, und den (Ex)-Lokalmatadoren Maurice Meijer.
Thomas Lautenknecht, Poetry Slammer und Liedermacher aus Dresden, spricht, spielt und singt außer Konkurrenz.
Nicht weit davon gibt es um 21 Uhr eine echte Premiere. Das Kino Die Kurbel (Kaiserpassage 6) ist Schauplatz des ersten Kurzfilmslam. Gezeigt werden ausgewählte Kurzfilme, zu denen die unterschiedlichsten Poeten Texte geschrieben haben, die sie nach dem Film zu Gehör bringen. Am Tag darauf gibt es in der Kurbel eine weitere Neuigkeit zu bestaunen, beim Diary Slam (20., 20 Uhr), einer Veranstaltung des Bücherbüffets, lesen mutige Zeitgenossen wildfremden Menschen ihr Tagebuch vor. Spontane Vorleser sind willkommen. Und noch einmal geht es in die Kurbel für eine Best of-Auslese des ZEBRA Poetry Filmfestivals (22. 19 Uhr).

Für einen Literaturtage-Abend zieht der KOHI-Slam aus der Südstadt ins Tollhaus, neun der besten Poetry Slammer aus ganz Deutschland messen sich am 20. (20 Uhr) unter denselben Bedingungen, ein Mikrofon, sieben Minuten Sprechzeit. Theresa Hahl, als Frau ohnehin eine Ausnahme in der Poetry Slam-Szene, ist auch eine der Protagonisten in dem Dokumentarfilm „Dichter und Kämpfer“, den die Schauburg an allen vier Literaturtagen zeigt, und im Bühnenhörspiel mit Live-Illustrationen „Die Tonbänder des Ignaz Euling“ (21., 22.15 Uhr) im Badischen Staatstheater, wo zuvor (20 Uhr) quicklebendige Poetry-Slammer gegen tote Dichter antreten, denen Schauspieler ihre Stimmen leihen. Diesem ungleichen Duell voran geht wiederum am selben Ort das AUTORiKA- Wortgefecht (21., 18 Uhr) mit acht lebenden Autoren aus der Region. Mit dem Gotec-Slam (22., 19 Uhr), dem traditionsreichsten Poetry Slam-Wettbewerb der Stadt, im Gotec-Club (Gablonzer Straße 11), gehen die Literaturtage am Wahlsonntag zu Ende.
Das ist noch nicht alles, es gibt auch noch weitere Veranstaltungen in der Stadtbibliothek und im K-Punkt, einen Workshop im Literaturhaus und eine Book Slam Tour mit dem Medienbus. Alle nötigen Informationen verrät ein Flyer, der an vielen öffentlichen Orten ausliegt, und die Webseite HYPERLINK "http://www.literaturtage-karlsruhe.de/"www.literaturtage-karlsruhe.de
ko