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Archiv: 03.2006
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1. Karlsruher marottinale

Figurentheater-Festival

Bild - 1. Karlsruher marottinale
> 31.3. bis 1.4., verschiedene Anfangszeiten 8siehe terminkalender), marotte-Figurentheater, Karlsruhe, Kaiserallee 11

Das wurde höchste Zeit, dass es in Karlsruhe auch einmal ein richtiges Figurentheater-Festival gibt, das die vielseitigen Möglichkeiten dieser Kunstsparte aufzeigt, die viel mehr zu leisten vermag als nur den Kasperl zur Verkehrserziehung zu schicken.
Nachdem das rührige marotte Figurentheater, das demnächst in der Karlsruher Kaiserallee sein 20-jähriges Bestehen feiert, schon seit 10 Jahren ein solches Festival auf die Beine zu stellen versucht, haben sich Thomas Hänsel und seine MitstreiterInnen nun entschlossen auch ohne weitere finanzielle Unterstützung die „marottinale“ auf eigene Faust aus der Taufe zu heben. Ein künftig in jedem Frühjahr stattfindendes Figurentheaterfestival, das zunächst für ein Wochenende Puppen- und Objekttheaterspaß für Groß und Klein bietet, soll vor allem Ensembles, die ansonsten nicht in der Gegend zu sehen sind, präsentieren. “Bei der Auswahl sind uns Professionalität und und Originalität gleichermaßen wichtig,“ sagt Thomas Hänsel.
Die erste Ausgabe der marottinale ist denn sogar schon ein bisschen international geraten, denn die Gäste kommen nicht nur aus Berlin, Nürnberg und Bremen, sondern auch aus der Schweiz. Vom 31.3. bis zum 2.4. gibt es täglich mehrere Vorstellungen. Den Auftakt macht am 31. um 10 Uhr das Theater Fleisch und Pappe aus Zürich, das unter dem Titel „Von Adam bis Zebra“ eine Schöpfungsgeschichte für Kinder ab 5 Jahren zeigt. Abends präsentieren dann Tristans Kompagnons aus Nürnberg „Macbeth – ein Puppenaufstand“. Ein Puppenspieler, von Ehrgeiz besessen, plant darin eine Aufführung von Shakespeares düsterem Königsdrama. Als seine alten Kasperpuppen erfahren, dass sie nicht mitspielen dürfen, kommt es zum Aufstand: Hinter dem Rücken des Puppenspielers beginnt das Ensemble auf eigenes Risiko mit der Tragödie. Die „hintergründige Satire auf den Theaterbetrieb … mit liebevoll gezeichneten Figuren und vielen subtilen Ebenen“ (Nürnberger Zeitung) ist eine Inszenierung des ungarischen Figurentheaterdoyens Gyula Molnàr. Als weiteres Erwachsenenstück bietet das Berliner Theater handgemenge am 1.4. „Höchste Eisenbahn – Männer und ihr Hobby“, für Kinder gibt es „Glittra, der Engel“ und „Frau Holle“ am 1. sowie “Was macht das Rot am Donnerstag´“ und „Der kleine König und sein pferd Grete am 2.4..

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