Klappeauf - Karlsruhe
Archiv: 02.2006
Musik jazz, Blues

 

Ra Patera

Ra Patera und Dramatic Irony am 24. Feb 20.30 Uhr Jubez am Kronenplatz, Karlsruhe

Bild - Ra Patera
Vielleicht ist der Name ein bisschen großkotzig, aber die Idee dahinter ist allemal glaubhaft und hat auch tatsächlich etwas mit der Musik des Quartetts aus dem Raum Karlsruhe zu tun: Denn Namensgeber Ra Patera ist der riesige Vulkan auf dem Jupitermond Io.
Und „der hat Ausbrüche, da ist alles an Vulkanen, was man auf der Erde kennt, nix dagegen“, sagt Bassist Lucas Schleweis. Ähnliche musikalische Eruptionen hatten die vier Musiker (neben Lucas Sänger Kevork Muhtaroglu, Drummer Sven Jentsch, Gitarrist Kai Jentsch) im Sinn, als sie die Band im Januar 2002 an den Start brachten. Klar gibt es Vorbilder, die die musikalische Grundrichtung andeuten. „Wir haben schon einige Bands, die wir alle gut finden. Queens of the Stone Age oder die Foo Fighters“, sagt Lucas. Hört man sich die neuesten Demos an, die gerade in diesen Tagen im Proberaum entstanden sind, guckt auch gelegentlich ein Classic-Rock-Teufelchen aus der Kiste, das mit Anklängen an das „Purple Haze“-Riff wedelt.
Hauptideengeber ist Gitarrist Kai, um dessen Riffs sich die Songs aufbauen. Und was für Riffs: Stürmische Gitarrenberge türmen sich auf, tragen zwingende Melodien mit deutschen Texten. Alles nur „Eine Frage der Zeit“, bis so etwas auf großen Bühnen Anklang findet. „Wir haben im Vorprogramm von Udo Lindenberg wohl einen guten Job abgeliefert, es kam jedenfalls echt gut an“, sagt Lucas Schleweis. Ende 2004 hatten sie ihre knackige Demo-CD „Eine Frage der Zeit“ im Sound Factory Music Studio Walldorf aufgenommen, im Juli 2005 erschienen Ra Patera auf dem Newcomer-Sampler „Hitpack Fresh“ Vol.5 und wurden unter 160 Bewerbern ausgewählt, sich quasi als Repräsentanten des Samplers als Vorgruppe von Udo Lindenberg zu präsentieren. Die Chance haben sie genutzt. Jetzt erscheint der Konzertmitschnitt auf der Club Gig DVD des „Soundcheck - Magazin für Livemusiker“ in einer Auflage von 20.000 Stück. Was man dort sieht, ist eine kraftstrotzende, gut eingespielte Band mit einem selbstbewussten Sänger. „Wir haben keinen Business Plan, aber ein klar definiertes Ziel vor Augen: Wir wollen einen Plattenvertrag“, erklärt Lucas. Deutsch singt man aber vor allem, weil man verstanden werden will. Die Texte werden bandintern durchaus heftig diskutiert, nach dem Motto: „Zeig mal her, was hast Du denn da.“ Gesungen wird nur womit alle zufrieden sind: „Es soll sich schließlich jeder von uns drin wiederfinden“. -tz

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